Therapien und Operationsverfahren

Therapien und Operationsverfahren

Bei minimal-invasiven chirurgisch-gynäkologischen Verfahren werden spezielle Kameras und Linsensysteme eingesetzt, um dem Chirurgen eine perfekte Sicht im gesamten Operationsgebiet zu gewährleisten. Über einen ca. 1 cm großen Einstich im Bereich des Bauchnabels wird das Laparoskop (die Kamera) eingeführt, um optimale Sicht mit einer bis zu 15fachen Vergrößerung zu gewährleisten. Im Unterbauch werden über 2 – 3 weitere 5 mm große Einstiche die Operationsinstrumentarien eingebracht. Über eine Kamera wird das Operationsgebiet auf einen Videobildschirm übertragen.

Folgende Operationsverfahren werden routinemäßig in unserer Abteilung laparoskopisch durchgeführt:

Laparoskopische funktionserhaltende Operationen

  • Laparoskopische Myomenukleation
  • Laparoskopisch-assistierte suprazervikale Hysterektomie (LASH) – vor allem bei sehr großen Uteri
  • Laparoskopische pelvine und paraaortale Lymphonodektomien
  • Vaginale radikale Hysterektomie nach SCHAUTA-STOECKEL (Gebärmutter/Gebärmutterhalskrebs)
  • Vaginale radikale Trachelektomie nach DARGENT (Tumor des Gebärmutterhalses mit bestehender Kinderwunsch)
  • Laparoskopisch-assistierte vaginale nervsparende radikale Hysterektomie
  • Laparoskopie bei Borderlinetumoren/Krebs der Eierstöcke im Stadium Ia (beschränkt an das Ovar)
  • Laparoskopische nervsparende Rektumresektion und Reanastomosierung bei tief infiltrierender Endo¬metriose mit Rektumbefall bzw. Einengung des Rektums
  • Laparoskopische Blasenresektion/Naht bei infiltrierender Blasenendometriose
  • Laparoskopische Ureterresektion/Reanastomosierung oder laparoskopische Ureterwiedereinpflan¬zung in die Blase (laparoskopischer PSOAS HITCH) bei tief infiltrierender Ureterendometriose

Laparoskopische Therapie schmerzhafter Veränderungen pelviner Nerven

  • Laparoskopische Dekompression/Neurolyse des Ischiasnervs/Sacralnervenwurzel bei Endometriose, Narben, MS und anderen Neuropathien
  • Laparoskopische Dekompression/Neurolyse des Nervus pudendus / Alcock’schen Kanals
  • LION zur Kontrolle des pelvinen Schmerzsyndroms (bei Endometriose)
  • LION zur Kontrolle refraktärer Pudendusneuralgien
  • LION zur Kontrolle von Sacralnervenneuralgien
  • LION zur Kontrolle von Phantomschmerz nach Beinamputation
  • LION zur Kontrolle von Polyneuropathien der unteren Extremität

LION zur Wiederherstellung der pelvinen Funktionen

  • LION zur Wiederherstellung der Blasen-Darm-Funktion, Erektion und Ejakulation bei querschnittsgelähmten Patienten
  • LION zur Kontrolle von Blasen-/Darm-Inkontinenz
  • LION zur Kontrolle der Blasenhyperaktivität und der Spastizität der unteren Extremitäten bei Querschnittslähmung, Spina bifida, MS