Über die ISNP

International School for Neuropelveology - Über uns

Die International School for Neuropelveology befasst sich mit der Medizin nervaler Erkrankungen des kleinen Beckens und ist auf die Behandlung all jener Störungen des kleinen Beckens spezialisiert, die die pelvinen Nerven beeinflussen oder schädigen. Die Neuropelveologie ist ein medizinisches Spezialgebiet, welches sich nicht nur mit pelvinen Pathologien befasst, wie etwa Endometriose, Tumore, postoperativem Narbengewebe und anderen Zuständen, die die pelvinen Nerven in ihrer Funktion stören, sondern auch mit unmittelbaren Erkrankungen der pelvinen Nerven, wie etwa multiple Sklerose, Spina bifida (offener Rücken), Rückenmarksverletzungen, Nervenverletzungen nach ausgedehnten Operationen, Traumen oder äußere Störfaktoren und Störungen nach Strahlentherapien.

Arbeitsbereiche

Die chirurgische Neuropelveologie konzentriert sich auf drei verschiedene chirurgische Aspekte:

Die weitgehend mögliche Schonung der pelvinen Nerven während radikaler Operationen im kleinen Becken zum Erhalt der vollständigen Sexualität, Blasen- und Darmfunktion, z.B. bei Endometriose-Sanierungen, Uterusentfernung bzw. Tumorentfernungen (onkologische Operationen).

Laparoskopische minimalinvasive neurochirurgische Eingriffe an den pelvinen Nerven zur Behebung von nervalen Schmerzen im Bauch-/Beckenraum (z.B. Pudendusneuralgien, Ischialgien, pelvines Schmerzsyndrom, perineal/perinalen Schmerzen, Neuralgien des N.genitofemoralis, N.ilioinguinalis, N.cutaneofemoralis lateralis sowie andere post-OP bedingte Nervenschädigungen).

Implantation von nervalen Elektroden auf pelvine Nerven, auch bekannt als die sogenannte LION-Methode (Laparoscopic Implantation Of Neuroprothesis = laparoskopische Implantation von Nervenprothesen). Sie dient zur Kontrolle von Schmerzen im kleinen Becken (nach operativer Verletzung der Nerven), Pudendusneuralgien, Polyneuropathie der Beine bei z.B. Zuckererkankung, Phantomschmerzen nach Amputation sowie zur Kontrolle oder Wiederherstellung von Blasen-, Darm- und Sexualfunktionen bzw. Wiederherstellung der Bewegungsmöglichkeit bei gelähmten Patienten, Patienten mit Spina bifida, MS, Cauda equina-Syndrom bzw. bei Patienten mit operationsbedingen nervalen Verletzungen.

Da die offene Chirurgie keine adäquaten Zugang zu den pelvinen Nerven bietet, wurden alle diese Verfahren und Prozeduren erst möglich mit der Einführung der Laparoskopie (minimalinvasive Operationstechnik), vor allem aber mit der Einführung der intraoperativen Elektrostimulation pelviner Nerven – auch LANN-Technik (LAparoscopic Neuro-Navigation) genannt – macht die intraoperative Identifikation der nervalen Funktionen der präparierten Nerven möglich.

Weiterführende Informationen